Liebe Herzogstadtler und Herzogstadtlerinnen,
liebe Freunde und Gönner,

leider mussten wir unser Fest „a la mi presente“ wegen des schlechten Wetters absagen. Die Absage erfolgte nicht nur zum Schutz unserer Gewänder und Ausrüstung, in erster Linie steht die Sicherheit unserer Zuschauer und Mitwirkenden an erster Stelle. Bei diesem „unbespielbaren“ Gelände rund um den Bergerhof wäre diese nicht mehr zu gewährleisten gewesen.

Ich hoffe auf Euer Verständnis für diesen Schritt, der gerade mir nicht leicht gefallen ist. Wir haben uns schon alle auf ein schönes Wochenende mit spitzen Darbietungen, dabei denke ich an das Reiterturnier oder auch nur an das gemeinsame Singen von „a la mi presente“ oder unser großes Feuer gefreut.

Jetzt gilt es unsere ganze Kraft in unser Burgfest zu stecken damit wir uns mit einem gelungenen Burgfestwochenende entschädigen können.

Unser abgesagtes Fest „ a la mi presente“ werden wir vielleicht noch in diesem Herbst nachholen. Den Termin für die “Ersatzveranstaltung“ werde ich Euch beizeiten mitteilen.

Wir bedanken uns für Euer Verständnis und blicken mit Vorfreude auf unser Burgfest vom 08. bis 10. Juli 2016!!!

Im Namen der Vorstandschaft
Heinz und Stephan

A la mi presente ... 1529

3.-4. Juni 2016

Freitag ab 18 Uhr und Samstag ab 15 Uhr

Auf dem Hochplateau ist eine Zeltstadt entstanden, wohl bewehrt mit Palisaden und Schanzen.

In der Mitte des Lagers ist der große Musterungsplatz, dort steht auch die Fahne des Oberbefehlshabers, drum herum liegen die Zelte, erst die der hohen Herren und Befehlshaber, anschließend dann die der einfachen Knechte. Es gibt auch einen Platz, an dem sich Sudler und Garköcher niedergelassen haben. Sogar eine Schenke wurde eröffnet, natürlich unter den wachen Augen des Profosen.

A la mi presente ... 1529Gar prächtig sind sie anzusehen, die hohen Herren und deren edle Damen bei ihrer Tafelei in dem herrschaftlichen Zelte.

Hier sitzen sie beisammen im Rat, der Bayernherzog, der Vizedom des Rentamtes, Kanzler von Eck sowie eine Vielzahl der Haupt- und Befehlsleute. Ihre Trabanten, ihre Leibwachen, umgeben sie. Sie haben sich herrlich herausgeputzt.

Ihr Gewand leuchtet in den prunkenden Farben, und gar mancher, der noch nie solche Pracht geschaut hat, ahnt jetzt, welch große Herren hier versammelt sein müssen, wenn schon ihre Leibwächter gar wie Fürsten aussehen. Die Sonne ist noch nicht untergegangen und so strömen von allen Seiten die Landsknechte herzu, um sich prüfenden Augen zustellen. Nicht einheitlich gekleidet sind diese Leute. Jeder trägt, was ihm gerade zu Gebote stand.

Der eine hat einen breitkrempigen Hut auf, der andere ein Barett, an dem lustig eine Feder wippt, die er noch rasch einem Gockelhahn im Vorübergehen aus dem prunkenden Schweif gezogen hat.

Einen mächtigen Helm stülpt einer auf, der Zweite hat nur einen einfachen Eisenhelm und so ist es auch in der Gewandung. Da wandelt ein gefältetes Wams einträchtig neben dem Lederkoller, da gibt es aufgeschlitzte Ärmel und aufgenähte. Und erst die Hosen! Da stolziert einer heran und ist stolz wie ein Pfau auf seine gebauschte Pluderhose. Geringschätzig blickt er auf den Nebenmann, der in einer schlichten, sich bis an die Fersen herab enganschmiegenden Reiterhose steckt.

A la mi presente ... 1529Und die Waffen erst, mit denen die Anrückenden versehen sind! Keine Art, die menschlicher Verstand sich jemals für Stich und Hieb ersonnen, fehlt. Die Federspieße, die langen Piken, die Partisanen und Helebarden funkeln in der Sonne und ein paar derbe Fausthämmer sind auch dabei, furchtbare Waffen in kundigen Händen. Der kurze, breite Landsknechtsdegen, der Katzbalger, baumelt dem und jenem über dem Magen oder auch an der Stelle, auf dem der Mensch zu sitzen pflegt.

Da nahen einige mit unförmigen Hakenbüchsen und einer Pulverflasche an der Hüfte. Trommeln groß wie mächtige Fässer haben einige umgeschnallt, denn auch ihr dumpfer Ton gehört zum Landsknechtsleben. Einige haben sich vom häuslichen Hofhund nicht trennen wollen; er ist ihnen nachgesprungen. Beim Troß wird er Freunde finden.

Der Musterungsplatz wird 2 Tage geöffnet bleiben. Die löblich Reiterei wird mit Ihren Übungen alle in den Bann ziehen. Im großen Turnierrund wird man sich im Rennen über die Planken mit schwerem Gestech gegenüberstehen. Die Reiter werden aber auch im Ringelstechen und im Melee ihre Kunstfertigkeit zeigen.

Am Abend des zweiten Tages wird ein gar groß mächtiges Feuer entzündet werden, in dessen Schein soll getanzt und gelacht und gefeiert werden bis in den frühen Morgen. An beiden Tagen wird neben den Waffenübungen der Landsknechte auch manch bekanntes oder unbekanntes Liedlein durch die Gassen des Lagers zu hören sein.

Das alles wird getreulich bewacht vom mächtigen Pulverturm, der herübergrüßt mit seinem keck sitzenden Dach, der dasteht und die Hochfläche samt allen Feiernden im Auge behält.

Eintritt ist frei!

Öffnungszeiten:

Freitag 18.00 Uhr - 1.00 Uhr, Samstag 15.00 Uhr - 1.00 Uhr
Reiterturnier am Freitag und Samstag jeweils 18.00 Uhr
Anzünden des Feuerstoßes am Samstag 22.30 Uhr

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